Starke Talente im Profil: Neben dem Top-Management in den Hörsaal - Klaus Langemann - B.Sc. Data Science & Management

Als promovierter Chemiker und hochrangige Führungskraft mit über 25 Jahren Berufserfahrung entschied Klaus sich 2019 dazu, neben seiner Stelle als Senior Vice President Digitalization & Technology bei einem Energieunternehmen nochmals ein Bachelorstudium aufzunehmen. Heute ist er als Dozent und selbstständiger Berater im Energiebereich tätig.

Wir haben mit ihm darüber gesprochen, warum er sich während einer erfolgreichen Karriere noch einmal für ein Studium entschied, wie er den Schritt zurück in den Hörsaal erlebt hat und was ihn an der Data Science fasziniert.

 

DBU:Klaus, du bist promovierter Chemiker und hast in 25 Jahren Berufsleben einiges erreicht: vom Projektmanagement über Merger & Acquisitions bis hin zum Senior Vice President, der neue Business Units ins Leben ruft. Wie kommt es, dass du nach all diesen Erfolgen ein Bachelorstudium in Data Science aufgenommen hast? Was waren deine Motivation und deine Ziele?

Klaus: In der Zeit als ich mich zum Studium entschied gab es in unserem Unternehmen viel Diskussion um die Digitalisierung. Als Öl & Gas Unternehmen generiert man ständig Terabytes an Daten aber niemand wusste so richtig etwas damit anzufangen. Diese Unwissenheit war besonders im Management – dessen Teil ich war –  sehr stark ausgeprägt. Ich dachte mir, so kann das nicht bleiben und recherchierte nach Kursen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Mir wurde aber schnell klar, dass das nicht mit einem Zwei-Wochen-Seminar abzuhandeln ist, daher habe ich mich bei der DBU eingeschrieben. Ich muss sagen, dies war die richtige Entscheidung, denn ich habe sehr schnell gelernt, wie man sich data-driven decisions nähert und was die Limitationen sind.

 

DBU: Wie bist du auf die DBU aufmerksam geworden und was war für dich ausschlaggebend, bei uns zu studieren?

Klaus: Es sollte auf jeden Fall ein Fernstudium sein, denn ich habe ja Vollzeit gearbeitet. Die Angebote der „üblichen Verdächtigen“ schienen mir aber zu generell. Dann bin ich auf die DBU gestoßen, die sich ausschließlich auf digitale Studiengänge konzentrierte. Nach einem Kennenlerngespräch war mir klar, dass die DBU das richtige Angebot war: Online Studium mit einem Wochenende alle vier Wochen in Berlin auf dem Campus.

 

DBU: Wie hast du dich dabei gefühlt, wieder Student zu sein? Und wie war deine Erfahrung an der DBU auch gegenüber der Präsenzstudien, die du damals gemacht hast?

Klaus: Ich habe während meiner Karriere immer versucht, mich fortzubilden und neue Themen aufzunehmen. Das lag ja auch in der Natur meines Jobs. Als ich das erste Mal in Berlin den Campus der DBU besuchte, war ich erleichtert, nicht der älteste zu sein. Es stellte sich allerdings schnell heraus, dass der noch ältere Herr der Mathe-Professor war 😊. Mir hat es sehr gut gefallen, mich mit deutlich jüngeren Menschen auszutauschen und zu anderen Meinungen zu diskutieren. Ich konnte dagegen mit Erfahrungen aus dem betrieblichen Umfeld beitragen. Insgesamt war es nicht immer einfach, die gestellten Aufgaben und teilweise umfangreichen Hausarbeiten fristgerecht einzureichen. Meine Familie hat sich damals sehr flexibel gezeigt. Mein früheres Präsenzstudium als Chemiker war irgendwie vergleichbar: Morgens gab es Vorlesungen, nachmittags ging es ins Labor, um das Gelernte umzusetzen. Bei der DBU gibt es Videos und knackige Wochenend-Präsenztermine, danach musste der Computer mit Python Code gefüttert werden, um die Aufgaben zu erledigen.

 

DBU: Gibt es einen Grund, weshalb du ausgerechnet Data Science studieren wolltest?

Klaus: Ich sprach ja schon über das mangelnde Wissen zu Digitalisierung. Mir ist auch klar, dass Digitalisierung mehr als „nur“ Data Science ist. Mich fasziniert aber immer noch, durch die Analyse von Daten bessere Grundlagen für Entscheidungen zu generieren und nicht einfach aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Das war mich der entscheidende Grund.

 

DBU: Gab es im Studium etwas, das du gelernt hast, und von dem du sofort dachtest: „Das hat mir in meiner Berufspraxis gefehlt“?

Klaus: Ich war bei meiner Firma ja in einer leitenden Position tätig und zu Beginn meines Data Science Studiums verantwortlich für Innovation Management, später auch für die Digitalisierung und für Carbon Management. Mir war dabei immer wichtig, ein gewisses Grundverständnis für die Materie zu haben für die ich verantwortlich war, ohne natürlich der beste Spezialist im Unternehmen zu sein. Vor meinem Studium hatte ich das Gefühl, unser Unternehmen lauscht den toll klingenden Vokabeln von Unternehmensberatern zu Digitalisierung aber niemand bildete sich eine eigene Meinung zu dem Thema, besonders dazu, wie denn Business Cases aussehen sollten. Das hat sich mit meinem Studium rapide geändert. Ich weiß jetzt was möglich ist und wo die Grenzen sind. So lässt sich das Thema viel besser auf die Bereiche im Unternehmen fokussieren, die schnell einen großen Vorteil durch die Nutzung von Data Science erzielen können. Abgesehen davon war es außerdem sehr hilfreich, in den Fächern, die nicht direkt zum Data Science zählen, z.B. Personal- oder Projektmanagement, einen aktuellen Einblick zu bekommen. Auch das hat mir in meiner Praxis viel geholfen, da man sonst ja oft nur im eigenen Saft kocht.

 

DBU: Nach deinem Abschluss hast du eine kurze Auszeit genommen, ist das richtig? Heute bist du selber Dozent und hast dich auch noch mit einer Beratung im Energiebereich selbständig gemacht. Worauf fokussierst du dich in diesen Jobs? Und inwieweit hilft dir deine Erfahrung aus dem Studium an der DBU?

Klaus: Richtig ist, dass ich zum Zeitpunkt meines Bachelor Abschlusses im März 2023 SVP für Carbon Management & Hydrogen war. Der Fokus lag darauf, einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der Industrie und Energiewirtschaft in Europa zu schaffen. Auch hier waren Daten-basierte Entscheidungen Schlüssel für den Erfolg. Das Unternehmen ist allerdings in 2024 verkauft worden womit diese Themen in den Hintergrund gerieten. Seit meinem Ausscheiden in 2024 berate ich selbstständig Firmen zu den Themen Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit. Teil dessen ist auch der Betrieb von großen Photovoltaik Anlagen. Dabei werden ständig große Datenmengen zu Stromerzeugung und -einspeisung, Wetterdaten, Strompreise, Netzengpässen, Abregelungen und Stromverbräuchen erzeugt und miteinander kombiniert, um den Strom bestmöglich, aber auch netzdienlich zu vermarkten. Ich programmiere daher Python Notebooks in Form von Data Science Projekten wie ich es in dem Studium an der DBU gelernt habe.

 

Vielen herzlichen Dank, Klaus, dass du uns an deiner spannenden Karriere und deiner Erfahrung mit dem B.Sc. in Data Science & Management hast teilhaben lassen! Für deine Selbständigkeit wünschen wir dir alles, alles Gute!

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